ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORKÜber die Entstehung von ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORKEin Musical speziell für das deutsche Publikum, von Stage Entertainment selbst produziert - diese Idee war die Geburt von ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK. Eine Eigenproduktion, bei der der gesamte kreative Prozess in den eigenen Händen liegt, war das ambitionierte Ziel. Dies mündete in einem einzigartigen Projekt, das in dieser Form noch nie da war und alle Beteiligten vor große Herausforderungen stellte. Gerade in der Anfangsphase einer Eigenproduktion stellen sich viele Fragen, die für den weiteren Weg und Erfolg der neuen Produktion entscheidend sind: In welche Richtung soll es gehen? Was passiert im Stück? Welche Musik? Bei der Frage nach der Musik, war der Weg zu Udo Jürgens nicht weit. Der gebürtige Österreicher ist mit über 900 Liedern und über 50 veröffentlichten Alben einer der produktivsten und erfolgreichsten Künstler im deutschsprachigen Raum. Seine Lieder sind Kult und einzigartig. Sie erzählen in jedem Lied eine eigene Geschichte, immer nah am Leben und von zeitloser Aktualität. Udo Jürgens versteht es wie kein anderer, gesellschaftskritische Themen auf eine leichte Art zu präsentieren. Dazu kommen Melodien, die schon beim ersten Hören zu absoluten Ohrwürmern werden. Jeder kann Hits, wie "Ich war noch niemals in New York", "Griechischer Wein", oder "Aber bitte mit Sahne" mitsingen. Sie begleiten bis heute ganze Generationen auf ihrem Lebensweg, über 100 Millionen verkaufte Tonträger und fünf Jahrzehnte erfolgreiches Schaffen im Musikgeschäft sprechen eine deutliche Sprache. So findet im Mai 2003 das erste Treffen mit Udo Jürgens statt. Die Kreativabteilung von Stage Entertainment präsentiert Udo Jürgens ihre Idee, aus seinen Songs ein großes Musical zu machen, sie in eine Geschichte einzubinden, die ganz nah am Leben spielt. Es soll eine Familiengeschichte werden, über drei Generationen hinweg, mit allen Sehnsüchten und Träumen, die das Leben bereithält. Gerade von diesem Ansatz ist Udo Jürgens begeistert, aus der Idee wird ein richtiges Projekt. Nachdem eine erste Textfassung fertig gestellt wird, übernimmt Gabriel Barylli die Übertragung in ein Theaterskript. Eine besondere Bedeutung hat natürlich neben dem Inhalt auch das Arrangement der Lieder. Sie sind das Herzstück des Musicals und gerade weil so viele Menschen sie bereits kennen, müssen sie sorgsam bearbeitet werden, damit sie sich nahtlos ins große Ganze einfügen. Für diese Aufgabe kann Michael Reed gewonnen werden, der bereits mit Andrew Lloyd Webber zusammengearbeitet hat. Den Song eines Solokünstlers so zu arrangieren, dass auf der Bühne eine große Ensemblenummer daraus wird, der originäre Charakter aber nicht verloren geht, ist eine Herausforderung, die Michael Reed gerne annimmt und mit seiner Herangehensweise umgehend Udo Jürgens überzeugt. Im Oktober 2004 findet das erste Reading statt. Dabei wird das komplette Stück mit verteilten Rollen gelesen und die Lieder mit Klavierbegleitung eingebunden. Das Skript liegt mittlerweile in der fünften Fassung vor und wird ständig weiter entwickelt. Das Ergebnis ist vielversprechend, aber noch lange nicht ausgereift. Interne Präsentationen, zahlreiche Sessions, Brainstormings und Workshops wechseln sich ab, bis im September 2006 der zweite Workshop stattfindet. Das Kreativteam studiert einzelne Szenen fast bis zur Produktionsreife ein und präsentiert Udo Jürgens und dem Produzenten Joop van den Ende eine Probenversion des Stücks. Das Resultat übertrifft alle Erwartungen, Joop van den Ende ist überzeugt: "Das wird hier wirklich etwas Großes und Neues für Deutschland." Das ist der offizielle Startschuss, es kann richtig losgehen. Das Ziel ist klar: Das neue Musical soll dem Vergleich mit großen Broadway-Produktionen standhalten. Ob Bühnenbild, Kostüme oder die Qualität der Darsteller, es ist nur das Beste gut genug. Anfang 2007 wird das neue Musicalprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Nun passiert vieles gleichzeitig. Die Castings beginnen, Kostüme werden designt, Licht- und Soundkonzepte erstellt, Stoffmuster in halb Europa zusammengesucht, das Bühnenbild entworfen. Dafür ist der amerikanische Bühnenbildner David Gallo zuständig, der für seine Arbeiten am Broadway bereits mit einem Tony-Award ausgezeichnet wurde. Ein komplettes Kreuzfahrtschiff soll auf die Bühne, realitätsgetreu bis ins Detail, so dass die Zuschauer das Gefühl haben, mit an Bord zu sein. Vom Sonnendeck über die Hochzeitssuite bis zur Kommandobrücke ist alles mit dabei. Für den Aufbau der Kulissen wird der größte Bühnenwagen gefertigt, der je auf einer deutschen Bühne zum Einsatz gekommen ist. Die Darsteller werden mit großer Sorgfalt ausgesucht. Wer kann die kühle Karrierefrau Lisa Wartberg darstellen, die in ihrem tiefsten Innern auch nur ein Mensch ist? Wer ist der toughe Macho Axel Staudach mit einem weichen Kern und großem Herz? Welcher Junge zwischen zehn und vierzehn Jahren kann überzeugend singen, tanzen und schauspielern, um die Rolle des Florian zum Leben zu erwecken? Mehrere Castingrunden später steht die Besetzung fest und die Hauptdarsteller werden im Juli 2007 der Presse präsentiert, stilecht auf der Queen Mary 2. Bald darauf, im September 2007, beginnt die heiße Phase, Probenstart im TUI Operettenhaus Hamburg. Die Proben sind hart und anstrengend, aber alle Beteiligten sind stolz darauf, Teil dieser großen Produktion zu sein. Zudem vertreibt die Musik Udo Jürgens' jegliche schlechte Laune. Udo Jürgens selbst begleitet den gesamten kreativen Prozess und ist in alle wichtigen Entscheidungen involviert. Er wählt die Darsteller mit aus, besucht viele Proben und ist bei den Aufnahmen im Tonstudio mit dabei. Es ist auch sein Musical, was langsam aber stetig Gestalt annimmt. Am 2. Dezember 2007 ist es endlich soweit: Nach 4 ½ Jahren Arbeit feiert ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK Weltpremiere im TUI Operettenhaus in Hamburg. Schnell entwickelt es sich zu einem Publikumsrenner, bis zur Derniere im September 2010 gehen über 1,5 Millionen Besucher mit dem Musical auf große Fahrt. Neben Stuttgart spielt das Stück aktuell als Lizenzproduktion am Wiener Ronacher Theater. Weitere internationale Standorte sind in Planung.
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